Dr. Jackyll's Blog

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Grüezi

So, es ist soweit. Ich bin auch unter die Blogger gegangen. Mal schauen wie's so wird. Ich hab nicht wirklich Erfahrung damit, Tagebuch zu schreiben. Nur damals [tm], während meines Interrail Urlaubes, hab ich mich mal an einem Reisetagebuch versucht, nur um es dann am letzten Tag im Zug in Marseille liegen zu lassen. Darum als erstes einen Gruß an das kleine rote Buch, wo auch immer es ist. Vielleicht findet es ja seinen Weg irgendwann wieder zu mir zurück...
So genug in Erinnerungen geschwelgt! Wieder zurück in die Realität. Warum schreibe ich jetzt auch ein Blog? Ich will festhalten was mir hier in der Schweiz und in meinem Leben widerfährt. Meine Erfahrungen, meine Erlebnisse, meine Alltagsbeobachtungen und auch meine Gedanken. Ich glaube, das spannendste daran dürfte sein, ob das ganze auch noch für jemand anderes außer mir interessant ist. Ich bin mal gespannt, auf die Kommentare.
Ich bin jetzt seit zweieinhalb Wochen bei den Eidgenossen. Zeit für ein erstes Zwischenfazit:
Das erste, was ich von meinem neuen Heimatland auf Zeit gesehen habe, war ein breit grinsender Zöllner, der mich, in meinen total voll geladenen Corsa sitzend, fragte, ob ich denn umziehe. - "Ne, ich mache zwei Tage Urlaub in der Schweiz und das ist nur mein Handgepäck. Meine Koffer sind in dem LKW hinter mir" Hätte ich gerne gesagt, aber hab es natürlich nicht. Mein zweiter Eindruck war dann, dass hier alles ein bisschen langsamer geht. 100 als Höchstgeschwindigkeit auf der (meist) einspurigen Autobahn, die auch noch mitten durch Zürich führt. Aber da die Schweizer den Schnee besser im Griff haben, bin ich sogar schneller vorangekommen als im Deutschland. Irgendwann war ich dann auch in meiner neuen Heimatstadt – Baar im Kanton Zug. Ein kleines, beschauliches Städtchen, das alles in allem 20000 Einwohner hat. Direkt „daneben“ liegt Zug, die Kantonshauptstadt. Besser gesagt, die beiden Städte sind eigentlich schon zusammen gewachsen. Sie teilen sich ein Ortsschild.
Ich bin ehrlich gesagt auch überrascht, wie viel ich auf Anhieb hier verstanden habe. Klar, einige reden so einen Slang, dass ich dreimal nachfragen muss, nur um zu verstehen, dass sie mich gegrüßt haben... Aber das wird noch. Was ich aber nicht unbedingt lernen will, ist das ch, das hier gaaaanz tief aus dem Hals, meist mit ein bisschen Schleim zusammen, kommend gesprochen wird.
Die meiste Zeit hier, vertreibe ich mir mit arbeiten. Das soll jetzt aber nicht negativ gemeint sein. 1. Ist es hier nichts besonderes 41 Stunden die Woche regulär zu arbeiten (da sind die Überstunden noch nicht drin). Da sollten sich vielleicht einige in Deutschland ein Beispiel nehmen. Und 2. gefällt mir die Arbeit sehr gut. Firma und Kollegen sind top.
In der ersten Woche waren dann einige Behördengänge angesagt, mit dem schlussendlichen Erfolg/Ziel, dass ich jetzt im Besitz eines offiziellen Ausländerausweises bin. Das ist eine lila Plasikmappe mit dem Ausweis drin. Nicht wirklich schön, aber mein offizielles Dokument hier in der Schweiz. (Foto kommt noch) Die zweite größere Tour war dann die Suche nach einer Bank für mein Konto hier in der Schweiz. Das sollte im Bankenland Schweiz eigentlich nicht so schwer sein, habe ich mir gedacht, aber natürlich war dem nicht so. Gleich auf der ersten Bank wurde mir direkt ins Gesicht gesagt, dass Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung L kein Konto hier eröffnen können. Na toll! Nachdem ich dann alle Banken vor Ort abgegrast hatte, habe ich doch noch eine Bank gefunden, bei der ich ein Konto eröffnen konnte und auch eine Maestro-Karte bekomme (die Kombination Konto, nur ohne Maestro-Karte gab es auch). Wie ich mittlerweile weiß, steht die Bank hier eher in dem Ruf, nur Gutverdiener aufzunehmen. Was solls, der Vertrag ist unterschieben.
Für erste noch ein kleines Fundstück von heute: Kaum einer wird es wissen, aber hier in Baar liegt die Wiege des Hadikos! Ja, denn nur hier, in der oft etwas dunstigen Luft rund um den Zuger See konnten sich solche Freigeister entfalten, die die Idee eines selbstverwalteten Wohnheimes in ihren Köpfen mit herumtragen und schließlich auch auf die Welt loslassen:



Soviel fürs erste mal von mir. Ich schau mir jetzt noch weiter das "letzte", "wichtigste", "wegweisendste", "schwierigste" und "was weiß ich nochste" Länderspiel der Deutschen an und bin mal auf eure Kommentare gespannt. Man schauen, wer der erste ist

22.3.06 21:36

bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nico (23.3.06 00:25)
Hm da mach ich doch mal den Anfang:
Finds sehr geil das du uns mit Infos aus der Schweiz versorgst, so können/müssen wir dich nicht vergessen .

Zum Länderspiel sag ich nur: Wir werden Weltmeister .

Den Freiraum haben wir, zumindest dem Denken einiger früheren Bewohner nach, mit der Umstrukturierung wohl abgeschafft.

Viel Spass noch in der Schweiz und gib Bescheid wenn du mal wieder in KA bist.


Gernot (23.3.06 09:10)
Hi Steffen, schön was von dir zu hören. Viel Spass noch in der Schweiz und vergiss bitte die Briefmarken nicht.
p.s. je schlechter Deutschland vor einer WM war, desto besser waren sie bei der WM. D.h., mit Blick auf die anderen Spiele, Deutschland wird Weltmeister


Sebastian (23.3.06 11:38)
Konban wa, Gille-san,

Grüße auch aus dem fernen Lande der aufgehenden Sonne. Schön, wie die Schweizer mit Ausländern umgehen, da ist man hier etwas freundlicher. Aber Du hast ja das Glück, daß die Schweizer Dich wenigstens halbwegs verstehen, hast also denke ich das richtige Land gewählt.


Dan (23.3.06 12:13)
ccccccccccchhhhhhhhhhh -*spuck*-


Rüdi (24.3.06 18:38)
Servus mein liebster! Bin schon ganz gespannt auf weitere logopädische Einsichten über die Schweizer.
Lass es dir gut gehen, lieber Gruss aus München

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